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Muybridge Bewegungsstudien und Bewegungsdarstellung für Blinde
Im Jahr 1878 hat Muybridge die erste fotografische Bewegungsstudie mit einem galoppierenden Pferd durchgeführt. In den folgenden Jahren entstanden hunderte Aufnahmen von Menschen und Tieren in Bewegung. Im Jahr 2002 hat Martin Grunwald entdeckt, dass unser Tastsinn ähnlich funktioniert wie unser Sehsinn. Zwischen zwei darauf folgenden Impulsen (Bilder) legt unser Gehirn eine Pause ein, welche bei entsprechender Frequenz (16 Bilder pro sek.) nicht wahrgenommen wird und das Ereignis als kontinuierlich scheint. Das Projekt “Bewegungsdarstellung für Blinde” verfolgt das Ziel, eine intuitiv erlernbare Symbolsprache zu entwickeln, die es Blinden ermöglicht, über den Tastsinn Bewegungsabläufe im 3D-Raum über ein haptisches Display, wahrzunehmen. Die kurzen Filmsequenzen werden nach einer Algorithmischen Formel (diese berücksichtigt die physiologische Auflösung der Fingerspitzen) reduziert und mit einem akustischen Satz beschrieben. Diese Sequenz wird auf einem haptischen Display wiedergegeben.
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